Eduard Julius Friedrich Bendemann

1811-1889 German

Eduard Julius Friedrich Bendemann

Deutsch-jüdischer Historienmaler

Eduard Julius Friedrich Bendemann war ein deutsch-jüdischer Maler. Bendemann wurde in Berlin geboren. Sein Vater, Anton Heinrich Bendemann, war ein jüdischer Bankier. Seine Mutter, Fanny Eleonore Bendemann geb. von Halle, war die Tochter des jüdischen Bankiers Joel Samuel von Halle. Sein Vater überwachte seine Ausbildung genau, was ihn natürlich zu einer technischen Berufung geführt hätte, aber sein Talent und seine Neigung zur Kunst ermöglichten es ihm, andere Interessen zu verfolgen. Nach dem Abschluss der Grundschule schrieb er sich in die Schule von Wilhelm von Schadow in Düsseldorf ein. 1828 malte er ein Porträt seiner Großmutter, das einige Aufmerksamkeit erregte. 1830 unternahm er eine Schulreise nach Italien, wo er ein Jahr blieb. Nach einer Reihe von Arbeiten, darunter mit Boas und Ruth, begann sich sein Talent als Künstler zu zeigen, insbesondere mit seinem sehr großen Gemälde von 1832 mit dem Titel Die im Exil trauernden Juden, das in der Berliner Kunstausstellung gezeigt wurde. Das Bild erregte große Aufmerksamkeit, was teilweise auf das tiefe und einfache Gefühl sowie die edle Komposition des Werkes zurückzuführen war, und gelangte schließlich ins Wallraf-Richartz-Museum in Köln. Bendemanns zweites Bild, Die zwei Mädchen am Brunnen (1832), wurde vom Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen erworben. Bald darauf folgte Jeremia unter den Trümmern Jerusalems, wofür der Künstler 1837 in Paris eine Medaille erhielt. Dieses Gemälde handelte größtenteils vom Fortschritt der Juden in Babylon. (Königliches Palais in Hannover). Sein bekanntestes Werk ist Die Ernte. Das erste Fresko des Künstlers war eine symbolische Darstellung der Kunst am „Brunnen der Dichtung“ im Haus seiner Schwiegereltern in Berlin. Im Jahr 1838 wurde Bendemann zum Professor an der Dresdner Kunstakademie ernannt. Bald hatte er die Gelegenheit, noch größere Fresken zu malen. Er wurde beauftragt, drei Säle des Dresdner Königsschlosses mit Wandmalereien zu schmücken: den Thronsaal, den Turmraum und die Turmhalle. Im Thronsaal befinden sich auf beiden Seiten des Thrones Darstellungen wichtiger Herrscher und Gesetzgeber in Blattgold, darunter kleinere Darstellungen in Reliefform, von Moses bis zu Albrecht III., Herzog von Sachsen. An der dem Thron gegenüberliegenden Wand befinden sich vier Gemälde, die Ereignisse aus dem Leben von König Heinrich I. darstellen, wobei jedes mit anderen Bildern versehen ist, die die vier Ereignisse erklären. Diese anspruchsvolle Arbeit nahm fünfzehn Jahre lang den größten Teil seiner Zeit in Anspruch. Von 1859 bis 1867 war er Direktor der Düsseldorfer Akademie. Bendemanns Onkel war Benedict Heinrich Bendix, ein angesehener Kupferstecher. Bendemann starb in Düsseldorf.

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