Johann Caspar Zehender
Topografische Aufnahmen Frankfurts
Johann Caspar Zehender, auch bekannt als Johann Caspar Zehnter, war ein Schweizer Zeichner, Maler und Radierer im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts. Seine panoramaartigen Bilder erfassen hauptsächlich den Zustand der damaligen freien Reichsstadt Frankfurt am Main, der umliegenden Gebiete und von Mainz vor den großen Umwälzungen des frühen 19. Jahrhunderts und sind somit eine wichtige topografische Aufzeichnung. Über das Leben Zehenders, eines Künstlers des 18. Jahrhunderts, ist sehr wenig bekannt. Seine Geburt im Jahr 1742 in Schaffhausen, der Hauptstadt des gleichnamigen Schweizer Kantons, ist dokumentiert, doch selbst seine Zugehörigkeit zu einer aus Bern stammenden Künstlerfamilie gleichen Namens, die bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann, ist umstritten. Zu seinen Vorfahren gehören Hans Zehender, der von 1555 bis 1635 als Maler und Glasmaler tätig war, Jean Louis Zehender, ein 1644 geborener Miniaturmaler, Emanuel Zehender, der von 1687 bis 1757 als Architekt arbeitete, sowie dessen Sohn Ludwig Emanuel Zehender, der denselben Beruf ausübte und von 1720 bis 1799 lebte. Eine weitere in der Literatur erwähnte Theorie besagt, dass er der älteste Sohn des Leipziger Weinschenkenbesitzers Johann Zehender war. Sein jüngerer Bruder, der Sprachlehrer Johann Friedrich Zehender, geboren 1759, erhielt am 19. Dezember 1780 das Frankfurter Bürgerrecht. Johann Caspar hätte daher die Nachfolge seines jüngeren Bruders angetreten, wenn auch ohne dessen Erfolg, da nachgewiesen ist, dass er nie das Bürgerrecht erlangte. Zehenders genaue Schaffensperiode in der Rhein-Main-Region, insbesondere in Frankfurt am Main, lässt sich ebenfalls nicht genau bestimmen. Aufgrund der großen Anzahl seiner erhaltenen Werke, von denen die meisten mit Datum signiert sind, kann sie jedoch zumindest auf die Jahre 1770 bis 1784 eingegrenzt werden. Demnach hielt er sich spätestens ab den späten 1760er Jahren in der freien Reichsstadt auf. Im Georgium in Dessau befinden sich zwei Gemälde von ihm, darunter ein Porträt einer Frau mit der Signatur Madame de Streegen née Aul, par Zehnter à Frt. 1799. 1799. Da Zehender in seiner Geburtsstadt begraben ist, kann er daher frühestens sechs Jahre vor seinem Tod im Jahr 1805 in seine Heimat zurückgekehrt sein.
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Siblings
- Johann Friedrich Zehender Younger
Artworks by this artist (10 total)
- Wald mit Wasser und einer Brücke, dabei mehrere Figuren
- Partie am Schneidwall in Frankfurt am Main
- Ausgang aus dem Wald, links zwei rastende Wanderer in Mänteln
- Waldweg, links Durchblick auf eine Schloßruine, rechts in der Ferne ein Städtchen
- Der Straßburger Kranen
- Blick auf einen Fluß, am linken Ufer eine Häusergruppe unter Bäumen, im Vordergrund eine Anglergruppe
- Castle ruins by the water
- Baumgruppe an einem Flußufer, im Hintergrund ein Dorf
- Waldweg mit drei Jägern, links Durchblick auf eine Schloßanlage
- Church ruins by the water