Carl Ludwig Frommel
Bekannt für Landschaften und Stahlstiche
Carl Ludwig Frommel war ein deutscher Zeichner, Maler, Radierer, Kupfer- und Stahlstecher, der vor allem für seine Landschaftsbilder bekannt war. Carl Ludwig Frommel wurde als drittes Kind des Baumeisters und Architekten Wilhelm Frommel (1759–1837) und der Sophia Magdalena Schneider (1766–1804) geboren. Ab 1805 studierte er Malerei und Kupferstich in Karlsruhe. Seine Lehrer waren Philipp Jakob Becker und der Hofkupferstecher Christian Haldenwang. 1809 reiste er nach Paris. Dort beauftragte ihn Kaiserin Joséphine mit einem zwölfteiligen Zyklus großformatiger Landschaftsaquarelle. Frommel hielt sich ab 1812 in Italien auf. Er lebte bis 1817 in Rom, wo er im Kreis der Nazarener verkehrte. Mit den aufstrebenden jungen Architekten Friedrich von Gärtner und Joseph Daniel Ohlmüller reiste er nach Sizilien. Im Sommer 1817 begleitete er seine Malerfreunde Ferdinand und Friedrich Olivier, Johann Christian Rist und Julius Schnorr von Carolsfeld auf einer Reise durch das Salzburger Land. Anschließend kehrte Frommel nach Karlsruhe zurück. Nach seiner Rückkehr wurde er im Alter von 28 Jahren zum Professor für Malerei und Kupferstich in Karlsruhe ernannt. Frommel war eines der Gründungsmitglieder des 1818 gegründeten Kunst- und Industrie-Vereins für das Großherzogtum Baden. Während eines Studienbesuchs in London im Jahr 1824 eignete sich Frommel die neue Technik des Stahlstichs an: 1820 hatte Charles Heath in England die ersten illustrativen Stahlstiche veröffentlicht, die dort bereits sehr beliebt waren. Nach seiner Rückkehr eröffnete Frommel zusammen mit dem Engländer Henry Winkles, der ebenfalls für William Tombleson (auch in London) arbeitete, 1824 in Karlsruhe ein Atelier für Stahlstecher, das erste seiner Art in Deutschland. Am 19. April 1826 heiratete er in Straßburg Jeanne Henriette Gambs (1801–1865) (zweite Ehe); sie wurde die Mutter der unten genannten Söhne. Ihr Vater war der Pfarrer Christian Carl Gambs. Frommel war zudem von 1829 – dem Jahr, in dem Johann Poppel bei ihm die Kunst des Stahlstichs erlernte – bis zu seiner Pensionierung 1858 Direktor der Großherzoglichen Gemäldegalerie. Der Neubau der modernen Staatlichen Kunsthalle (geplant von Heinrich Hübsch, vollendet 1847) wurde unter seiner Leitung errichtet. Nach seiner Pensionierung zog er sich nach Baden-Baden zurück.
Relationship Network
Master student
- Philipp Jakob Becker Master
Parent child
- Ludwig Sckell Child
- Philipp Franck Child
Artworks by this artist
- Der Triberger Wasserfall 1838
- Blick auf den Vesuv und das Kastell von Bajae.
- Hof des Klosters Lichtenthal bei Baden-Baden mit der Fürstenkapelle ca 1831
- Innere Ansicht der Fürstenkapelle im Kloster Lichtenthal
- Landscape Near Tivoli 1800[-]1863
- Ansicht von Taormina mit Aetna 1824
- Villa Serbelloni am Comersee 1852
- Das Innere der Schloßkirche St. Michael in Pforzheim 1824
- Blick auf die Burg Alt-Eberstein 1832
- Taormina auf Sizilien mit Blick auf den Ätna 1816
- Blick auf Bellaggio am Comersee 1852
- Album der Insel Mainau; Ansicht des Schlosses vom See her 1855-1856
- Bewaldete Felsen bei Tivoli 1815
- Heidelberg bei Sonnenuntergang 1842
- Schloss Ortenberg vor dem Wiederaufbau 1832
- A View of Rome from the Palatine 1813[-]17
- Blick vom Bergfried des Schlosses Eberstein nach Norden
- Blick vom Palatin zwischen Häusern hindurch auf das Kolosseum in Rom
- Rötteln, Dorfkirche; Grabmal der Markgräfin Anna, geb. Gräfin von Freiburg, zweite Gemahlin Rudolfs III., gest. 1409
- Blick auf den Vesuv und das Kastell von Bajae