Ernst Schiess

1872 - 1919 Swiss

Schweizer Maler, vom französischen Modernismus beeinflusst

Ernst Schiess war ein Schweizer Künstler. Sein Werk umfasst Gemälde, Zeichnungen, Bleistiftzeichnungen, Linolschnitte und Aquarelle. Ernst Schiess war ein Sohn des Oberarztes und Professors für Augenheilkunde Heinrich Schiess (1833–1914) und der Raisine, geborene Gemuseus. Sein Neffe war der Maler Hans Rudolf Schiess. Schiess absolvierte eine kaufmännische Lehre in der Bank von Friedrich Riggenbach (1821–1904). Ab 1893 arbeitete er ein Jahr lang als Kaufmann in Barcelona. 1894 emigrierte er nach Mexiko. Anschließend arbeitete er als Händler in Progreso. Daraufhin gründete er in Torreón mit zwei Geschäftspartnern eine Importfirma für Bergbau- und Landmaschinen. Im Jahr 1900 erkrankte Schiess schwer an Typhus. Kurz darauf ereignete sich ein Reitunfall, der zu einer Blutvergiftung führte. 1902 war er in einen Schusswaffenzwischenfall verwickelt, der rechtliche Konsequenzen für ihn hatte. Schiess floh daraufhin nach Basel und kehrte nach seinem Freispruch nach Torreón zurück. 1903 trat er wieder in die Firma Schiess & Co. ein. Von 1903 bis 1905 hielt sich Schiess in Rom auf, um Malerei zu studieren, und war Schüler des Landschaftsmalers Franz Theodor Aerni. Von 1905 bis 1907 setzte er sein Studium an der Kunstakademie Dresden fort. Dort war er Meisterschüler von Eugen Bracht, der ihn entscheidend unterstützte. Von 1908 bis 1912 arbeitete Schiess während der Wintermonate in seinem Atelier in Paris. Claude Monet, Pierre Bonnard und Édouard Vuillard beeinflussten sein künstlerisches Werk.

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