Karl Iwanowitsch Kollman
Akademiker russischer Aquarellfolklore
Kollmann wurde in Deutschland geboren und zog, nachdem er eine erste künstlerische Ausbildung in München erhalten hatte, im Alter von siebzehn Jahren nach Sankt Petersburg, wo er bei seinem Onkel, dem berühmten Kupferstecher Ignaz Sebastian Klauber (1753-1817), studierte. In Sankt Petersburg begann er, das Medium der Aquarellmalerei zu erforschen, und entwickelte gleichzeitig eine Faszination für russische Volkstraditionen und Kultur, die sich während seiner gesamten Karriere und in seinem Werk manifestierte. Seine Arbeiten waren deutlich von den Genreaquarellen Alexander Osipowitsch Orlowskis beeinflusst, der oft das tägliche Leben in Sankt Petersburg darstellte. Aufgrund der technischen Meisterschaft und der hervorragenden Aufnahme seiner Aquarelle erhob ihn die Kaiserliche Akademie der Künste in Sankt Petersburg in den Rang eines Akademikers. Kollmann arbeitete auch als privater Zeichenlehrer und fungierte insbesondere als Zeichner für Auguste Ricard de Montferrand (1786–1858) bei den Entwürfen für die Alexander-Säule und den Bau der Isaakskathedrale in Sankt Petersburg.