Mihály Biró
Pionier der ungarischen Plakatkunst
Mihály Biró war ein ungarischer Grafiker, Zeichner und Karikaturist. Mihály Weinberger war ein Sohn von Dávid Weinberger und Róza Neu; die Familie magyarisierte ihren Namen zu Biró. Er besuchte die Königliche Ungarische Kunstgewerbeschule in Budapest. Zwischen 1908 und 1910 reiste Biró nach München, Berlin und England, wo er an einem Schulungsworkshop für die Arts-and-Crafts-Bewegung in Chipping Campden teilnahm und bei einem Plakatwettbewerb der Zeitschrift The Studio einen Preis erhielt. Biró arbeitete in Budapest als Plakatkünstler sowohl für den privaten Sektor als auch für die ungarische Sozialdemokratie. 1912 fand im Budapester Künstlerhaus die erste Ausstellung seiner Werke statt. Biró war im Ersten Weltkrieg Soldat und wurde 1917 im Rang eines Leutnants aus dem Dienst entlassen. Während des Krieges entwarf er verschiedene Kriegsplakate für die Heimatfront und im Januar 1917 das Cover der deutschen Zeitschrift Das Plakat. 1917 hatte er eine Ausstellung im Ernst-Museum. In der kurzlebigen Ungarischen Räterepublik von 1919 wurde Biró zum „Regierungskommissar für illustrierte politische Plakate" ernannt und floh nach deren Niederschlagung nach Wien. In Wien arbeitete er als Plakatkünstler und Illustrator für Zeitungen und Zeitschriften wie die Arbeiter-Zeitung, die Neue Freie Presse, Die Stunden und Die Bühne. Für die Nationalratswahl 1920 entwarf er sechs Plakate für die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP). 1925 heiratete er Janka Teréziá Zechmann. 1928 reiste Biró nach Berlin. Nach 1930 verschlechterte sich seine Auftragslage, und angesichts des Aufstiegs des Nationalsozialismus in Deutschland kehrte er 1932 nach Wien zurück. Während der Kämpfe im Februar 1934 befand sich Biró im Reumannhof. Er floh nach Bratislava; in einer katastrophalen finanziellen Lage und mit zunehmend schlechter Gesundheit versuchte er vergeblich, eine Einreiseerlaubnis für das Horthy-Ungarn zu erhalten. In der Tschechoslowakei malte er Porträts und ein Fresko am Arbeiterheim in Nyitra. Nach der Sudetenkrise 1938 floh er nach Paris. Während der deutschen Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg überlebte er die deutsche Verfolgung der Juden in Frankreich als Patient im Pariser Rothschild-Krankenhaus. 1947 konnte er nach Ungarn zurückkehren, wo er aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands keine Stelle als Hochschullehrer an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste antreten konnte.
Artworks by this artist (16 total)
- Meerdere mensen worden publiekelijk opgehangen 1920
- A Társaság 1914
- Naakte oude man aan een deur gespijkerd door soldaten die zijn familie dwingen te kijken 1920
- Twee politieke rechtszaken 1920
- Soldaten verminken een naakte man 1920
- Soldaten gooien een man in de Donau 1920
- Soldaten houden een gravende man onder schot 1920
- Man overhandigt geld aan twee soldaten onder een straatlantaarn 1920
- Huisraden worden door soldaten op straat gegooid 1920
- Officier te midden van arbeiders en aan tafel bij hooggeplaatste mannen 1920
- Soldaten jagen mensen met geweld een gymnasium uit 1920
- Moord en verhangingen door soldaten 1920
- Miklós Horthy te paard spuugt op vermoorde mensen 1920
- Extreem geweld tegen arbeiders 1920
- Mannen vastgebonden aan een rijdende wagen worden gegeseld door soldaten 1920
- Groep mensen wordt door soldaten gewelddadig weggeleid 1920