Paul Schroeter
Deutscher Maler und Radierer in Worpswede
Paul Schroeter, oder Schröter, war ein deutscher Maler und Radierer. In Kępno geboren, studierte Schroeter Anfang der 1880er Jahre zunächst an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er Schüler von Eduard von Gebhardt, Peter Janssen und Adolf Schill war. Hier schloss er sich neben Fritz Overbeck und anderen jungen Malern der Akademie der Studentenverbindung Tartarus an, die auch unregelmäßig Zeitschriften herausgab, an denen er mit Illustrationen mitwirkte. Hier traf er auch den damals bereits bekannten Maler Fritz Mackensen. Der Maler Peter Philippi beschrieb den „Tartarus Von Düsseldorf aus wechselte Schroeter an die Akademie der Bildenden Künste München und trat der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft bei. Seit 1893 in München tätig, wurde er Mitglied der Münchner Secession, nachdem er im Mai 1894 an der Frühjahrsausstellung teilgenommen hatte. Studienreisen führten ihn nach Holland, Belgien und Spanien, und für kurze Zeit hielt er sich in der Willingshäuser Malerkolonie auf, wo er Carl Bantzer, Georg Burmester und Wilhelm Thielmann kennenlernte. Von 1898 bis 1901 lebte Schroeter in Hamburg und schloss Freundschaft mit Ernst Eitner und Arthur Illies, den Mitbegründern des Hamburgischen Künstlerklubs. Als Illustrator fertigte er Auftragswerke für die Münchner Zeitschrift Jugend an: 1898 Haideblume und Dornröschen und die Alte sowie 1913 eine Vignette. Er hatte eine enge Freundschaft mit Mackensen, Modersohn und Overbeck, und sie überredeten ihn, in die noch junge Künstlerkolonie Worpswede zu kommen. Mit seiner Frau Grete und ihren Kindern zog Schroeter 1901 nach Worpswede und um 1904 weiter nach Horn-Lehe, wo er Mitglied des Deutschen Künstlerbundes wurde. Dort in Norddeutschland malte er Porträts, Landschaften und Innenraumbilder mit überwiegend ländlichen Themen. 1908 verließ Schroeter Bremen, zog nach Berlin, war Mitglied des Vereins Berliner Künstler und lebte dort in Lichterfelde. Schroeter war ein Maler von Stillleben, Landschaften, Genreszenen und Porträts sowie ein Grafiker. Viele seiner Werke befinden sich in privaten Sammlungen. Der Großteil seiner Arbeiten ging während des Zweiten Weltkriegs verloren.
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- Eduard von Gebhardt Master