Rudolf Wacker
Österreichischer Maler, Kriegsgefangener, NS-Opfer
Rudolf Wacker war ein österreichischer Maler. Rudolf Wacker wurde als viertes und jüngstes Kind von Romedius Wacker aus Thaur in Tirol und Marianne (geb. Wüstner) aus Mellau im Bregenzerwald in Bregenz geboren. Romedius Wacker war ein erfolgreicher Baumeister und lebte mit seiner Familie in einer selbst erbauten Villa mit großem Garten an der Römerstraße 24, die er um 1900 errichtete. Während des Ersten Weltkriegs wurde Wacker zum Militärdienst eingezogen. 1915 geriet er in Polen in russische Gefangenschaft und verbrachte fünf Jahre in Tomsk, Sibirien. Nach dem sogenannten Anschluss Österreichs im Jahr 1938 wurde Wacker von den Nationalsozialisten ins Visier genommen, da ihm eine enge Verbindung zum Kommunismus nachgesagt wurde. Unter anderem nahm er an Friedenskundgebungen teil und widersetzte sich offen der Kulturpolitik der Nationalsozialisten. Wacker erlitt während einer Hausdurchsuchung und während einer Vernehmung durch die Gestapo zwei Herzinfarkte und starb bald darauf im Elternhaus in Bregenz.
Artworks by this artist (12 total)
- Gruyères 1930
- An der Abzucht (in Goslar) 1932
- Mann und Frau
- Bodenseelandschaft 1928
- Zwei Köpfe 1932
- Kind mit Puppe 1937
- Träumer 1923
- Female nude 1932
- Stillleben mit blühendem Kaktus und Puppe (Sill Life with Blooming Cactus and Doll) 1925
- Porträt eines Kriegsgefangenen 1917
- Stilleben mit St. Sebastian 1927
- Am Klavier 1923