Philippe Le Roy
1630
Van Dyck war der ultimative Meister darin, Schwarz teuer aussehen zu lassen, und hier beweist er es, indem er Philippe Le Roy in Schichten aus dunklem Samt hüllt, die das Licht zu absorbieren scheinen, während der kontrastreiche weiße Spitzenkragen wie frischer Schnee hervorsticht. Die dargestellte Person steht mit einer lässigen, selbstbewussten Eleganz da, eine Hand ruht liebevoll auf einem treuen Windhund, der ihn mit reiner Verehrung ansieht. Jener spezifische Gesichtshaarstil – der Schnurrbart und der spitze Kinnbart – wird heute tatsächlich als „Van-Dyck-Bart" bezeichnet, weil dieser Künstler diesen Look am englischen Hof populär machte. Der Hund ist nicht nur ein Haustier; er ist ein Symbol für Adel und Treue, ein klassischer Trick, den Van Dyck anwandte, um seine Porträtierten mühelos cool und mächtig wirken zu lassen, ohne sich dabei zu sehr zu bemühen.
- Technique
- Oil on canvas
- Material
- Canvas
Location: National Gallery of Art, Washington, D.C.