Der Tod und der Geizige
c. 1485-1490
Hieronymus Bosch serviert in diesem vertikalen Tafelbild eine düstere moralische Lektion und zeigt einen Geizhals auf dem Sterbebett, der sein Bargeld einfach nicht loslassen kann. Selbst als der Sensenmann mit gezücktem Pfeil durch die Tür stürmt und ein Engel auf einen schmalen Streifen himmlischen Lichts deutet, ist der Sterbende zerrissen: Er streckt die Hand nach einem Geldbeutel aus, den ihm ein hinterlistiger Dämon reicht, während er gleichzeitig einen Rosenkranz festhält. Es handelt sich um eine klassische „Ars Moriendi"-Szene, die den Betrachter davor warnt, dass die Gier einen bis ins Grab verfolgt, komplett mit unheimlichen Kreaturen, die unter seiner Geldtruhe hervorkriechen, und einer vergessenen Rüstung, die auf dem Boden liegt.
- Technique
- Oil on panel
- Material
- Wood
Location: National Gallery of Art, Washington D.C.