Christus im Grab
1935-1942
Statt einer dunklen, düsteren Höhle wirkt diese Darstellung Christi im Grab wie eine wunderschön verzierte, fast im Art-Déco-Stil gehaltene Schachtel, komplett mit leuchtend roten Blumen und blauen geometrischen Mustern. Die Figur liegt horizontal ausgestreckt da, sichtbar durch die vertikalen Stäbe, mit einer auffälligen Wunde an seiner Hand, die die Kreuzigung kennzeichnet. Das zwischen 1935 und 1942 von E. Boyd geschaffene Werk wirkt eher wie ein lebendiges Design für ein Buntglasfenster oder einen Textilstoff als wie ein traditionelles, ernstes religiöses Gemälde. Es verbindet sakrale Bildsprache mit einem modernen, grafischen Flair, der die Szene überraschend lebendig und dekorativ erscheinen lässt.
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