Im Prado
1863
Obwohl dieses Werk oft mit dem Impressionismus in Verbindung gebracht wird, offenbart es Manets frühe Faszination für spanische Altmeister wie Velázquez und Goya. Die Figuren sind in schwere schwarze Mantillas gehüllt, ihre blassen Gesichter und Hände tauchen wie Geister aus der dichten, kratzigen Menschenmenge auf. Ein kleiner Hund, der unten ruht, fügt dieser ansonsten mysteriösen und stimmungsvollen Szene ein charmantes, bodenständiges Detail hinzu und deutet auf das Alltagsleben hinter den Schatten hin. Es ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Manet eine einfache öffentliche Versammlung in eine dramatische Studie von Licht und Dunkel verwandeln konnte.