Stadtszene, Nollendorfplatz
1915
Ernst Ludwig Kirchner fing die chaotische Energie des Berliner Nollendorfplatzes in dieser hektischen Skizze aus dem Jahr 1915 ein. Die gezackten, nervösen Linien lassen die Gebäude vibrieren, während die Menschen unten wie gespenstische, langgezogene Schatten wirken, die über den Platz eilen. Diese Zeichnung, die etwa zur Zeit seines Nervenzusammenbruchs während des Ersten Weltkriegs entstand, kanalisiert perfekt die Angst und den urbanen Wahnsinn der Ära und zeigt, dass es im Expressionismus nicht nur darum geht, was man sieht, sondern wie es sich *anfühlt*.
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