In die Sonne
1922
Fernando Fader fängt mit „Al solcito" einen ruhigen, sonnenüberfluteten Moment auf dem argentinischen Land ein. Eine einsame Frau in einem dunklen, fließenden Kleid steht auf einem felsigen Hügel, den Kopf gesenkt, als wäre sie in Gedanken versunken oder einer stillen Aufgabe nachgehend, während sich hinter ihr eine weite, wellige Landschaft in schimmernden Strichen von Violett, Rosa und Grün erstreckt. Als Pionier des argentinischen Impressionismus setzt Fader diese kleinen, tupfenden Pinselstriche meisterhaft ein, um das harte Mittagslicht praktisch von der Leinwand vibrieren zu lassen. Es ist eine schöne Momentaufnahme des ländlichen Lebens, die sowohl zeitlos als auch zutiefst persönlich wirkt.
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