Waldbach
Friedrich Gauermann bringt den Waldboden in dieser intimen Studie zum Leben, indem er sich auf die knorrigen, muskulösen Wurzeln eines massiven Baumes konzentriert, der die Erde neben einem dunklen, nachdenklichen Felsen umklammert. Ein kleiner Bach – der „Waldbach" oder Waldbach – plätschert leise am Boden und reflektiert das gefleckte Licht, das durch das Blätterdach oben hindurchfiltert. Als Meister der österreichischen Landschaftsmalerei wagte sich Gauermann oft in die Wälder, um diese rohen, natürlichen Details einzufangen, und behandelte einen einfachen Baumstamm mit derselben dramatischen Intensität wie einen grandiosen Berggipfel. Es ist ein perfektes Beispiel dafür, wie romantische Künstler das Erhabene in den stillen, übersehenen Ecken der Natur fanden.