Holger Drachmann
1994
Edvard Munch fängt in diesem auffälligen Porträt den wilden, stürmischen Geist des dänischen Dichters Holger Drachmann ein. Anstatt einer ruhigen Ähnlichkeit umgibt Munch den Kopf des Schriftstellers mit wirbelnden, windartigen Linien, die einen Geist in ständiger Bewegung oder vielleicht die turbulente Natur seiner Kreativität andeuten. Die kühnen, skizzenhaften schwarzen Linien auf dem warmen Papier verleihen dem Sujet eine eindringliche, fast gespenstische Präsenz, die typisch für Munchs symbolistischen Stil ist. Es wirkt weniger wie ein formelles Porträt, sondern eher wie ein roher Einblick in die chaotische Seele des Dichters, der die gleiche Angst widerspiegelt, die in Munchs berühmtem Werk 'Der Schrei' zu finden ist.
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