Sterbende Mutter nimmt Abschied
Eugen Klimsch fängt in seiner Skizze „Sterbende Mutter nimmt Abschied" einen rohen, herzzerreißenden familiären Moment ein. Eine Frau liegt in einem Himmelbett, scheinbar auf dem Sterbebett, während eine Begleitperson sich für eine letzte Umarmung hinüberbeugt. Der rechts stehende Mann ist der emotionale Anker des Werkes; mit der Hand, die sein Gesicht bedeckt, verkörpert er überwältigende Trauer und Hilflosigkeit. Die lockeren, ausdrucksstarken Linien und die braune Tusche verleihen der Szene eine unmittelbare, fast tagebuchartige Qualität und zeigen, wie realistische Künstler tiefe Dramatik im alltäglichen Kummer fanden und nicht nur in großen historischen Ereignissen.