Moldau
1902
Ferdinand Engelmüller fängt die mäandernde Moldau mit dicken, energiegeladenen Pinselstrichen ein, die förmlich vor herbstlicher Energie vibrieren. Rechts thront ein markanter weißer Turm mit einem rötlichen Kegeldach und wacht über das Wasser, wie eine einsame Wache in einem Meer aus goldenem und rostfarbenem Laub. Dieses 1902 gemalte impressionistische Szenario zeigt nicht nur eine Landschaft; es fängt das flüchtige Gefühl eines klaren Herbsttages in Böhmen ein, wo der Himmel ein Wirbel aus wolkigen Weiß- und Blautönen ist.